Lufthansa Sportverein Hamburg e.V.

Sparte Tauchen

Tauchen & Sicherheit – einmal anders…

Pfingstsamstag – das gute Wetter soll zum Tauchen in Kiel-Strande genutzt werden. Günter und ich starten früh, erreichen zügig Strande und bereiten uns für den ersten Tauchgang vor. Natürlich sind wir nicht allein um 10 Uhr, einige lokale Taucher aus SH möchten ebenfalls das gute Wetter für Ausbildungstauchgänge oder nur zum Spaß nutzen. 13-15°C Wassertemp. lassen zwar nicht den Automat vereisen (wie es der Nachbar bei seinen Tauchschülern abfragte), aber mit 12,1 m max. Tauchtiefe, mäßiger Sicht und 57 min reicht es uns für das erste Mal heute. Wir ziehen uns um und gehen  ein Fischbrötchen essen. Trotz Sonne ist es noch frisch im Wind und bevor wir den zweiten Tauchgang starten, wärmen wir uns im mollig warmen Auto auf. Dabei fällt unser Blick auf einen gegenüber stehenden großen weißen  Audi – deren Besitzer (Trockentaucher) nun nach einem längeren Ausbildungstauchgang zurückkehrt. Er greift in den Spalt zwischen Scheibenwischer und Motorhaube und zieht dort seinen Autoschlüssel raus!
Nun kennt man ja bei Tauchern die Eigenschaft, den Autoschlüssel irgendwo zu verstecken, aber so offensichtlich? „Du Günter – vielleicht sollten wir mal eine erzieherische Maßnahme praktizieren und dessen Fahrzeug das nächste Mal etwas umparken …?“
Ich spreche den Fahrer auf sein „Versteck“ an – ob er denn da keine Angst hätte… ach nö und seine Tauchpartner sollten ja auch im Notfall Zugriff auf den Schlüssel haben…  (Mann, dass lässt sich doch auch anders regeln und per Briefing!).
Unser zweiter Tauchgang soll nun nur gemütlich sein – 6,8 m max. Tiefe – 52 Min und viel „Fischkram“ (Scholle, Aal, Seestichlinge, Nacktschnecken u.a.) unter Wasser sprechen für sich.
Kaum haben wir den Parkplatz erreicht und unser Auto geöffnet, ertönt mit nerv tötendem Lärm die Autoalarmanlage unseres Nachbarn = eine große Mercedes Limousine!
Was war geschehen? Der Elektronikautoschlüssel wurde UW mitgenommen und wurde nass (Salzwasser!). Damit ließ sich dann zwar noch das Auto öffnen (und schließen), aber dann ging es auch schon los!
Alle Versuche das Problem irgendwie zu lösen, scheiterten – also nach Hause mit Freunden und Ersatzschlüssel holen…
Leichtsinn oder Dummheit in beiden Fällen? In jedem Fall kann es ein teurer Spaß werden (Mercedes hat sicher saftige Preise für einen neuen Autoschlüssel und ein neuer gr. Audi mit Samt & Sonders eines Tauchers drin, dürfte auch nicht gerade wertlos sein für erfahrene Langfinger).
Meine Tips:
Nehmt nur das allernotwendigste an Wertgegenständen mit zum Tauchen (auch eine Seitenscheibe ist schnell eingeschlagen und gfs. nicht mal versichert –s. Ortkaten Sommer 2013)
Wenn schon „verstecken“ (Schlüssel, Geldbörse, Papiere), dann bitte intelligente Stellen im Auto wählen & verteilen – werdet keine schnelle Beute, auch wenn Ihr eine Stunde weg seit!
Rücksäcke, Hosen, Jacken gehören in den verschließbaren Kofferraum (nichts „Attraktives“ im sichtbaren Innenraum lassen)!
Falls der Elektronische Autoschlüssel doch nass wird: sofort Batterie raus, trocken legen – dann zusammensetzen, versuchen – ob es geht. Bei Salzwasser gfs. auch mit Süßwasser einmal spülen – dann trockenlegen; manchmal rettet das noch was.
Es gibt neue Autos (taucherfreundliche) mit manuellen Ersatzschlüssel (ohne Elektronik*), der darf gfs. nass werden, oder aber bitte ein wirklich wasserdichtes „Taucher Ei“ verwenden, wenn kein zuverlässiger Schlüsselaufpasser an Land bleibt.
*Ein Checkpoint meiner Autokaufentscheidung (für Peugeot)
> Macht es den Gaunern und Autoherstellern nicht so leicht, Euer sauer verdientes Geld abzuschöpfen! Tauchen ist schon teuer genug!
In diesem Sinne
Euer Dieter Zimmermann

Möchtest du uns kennen lernen und vielleicht sogar Mitglied werden?
Dann melde dich einfach bei uns.

 

Kontaktformular

 

Unser Flyer

LSV Journal 04 2017

 4 / 2017

 
   
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.